man sieht den Singapore River und den Bankendistrikt
Der weitere Hinflug verlief ziemlich entspannt. Ich konnte ein paar Stündchen schlafen, obwohl der Typ vor mir auf dem Sitz nächtliche Tänze veranstaltete - Chrissi hatte da mit ihrer Schlafmaske und den Ohrstöpseln weniger Probleme. Eines muss ich noch besonders lobend hervorheben; das Essen und der Service bei KLM waren ausgezeichnet. Ich bekam sogar um 3 Uhr nachts einen Apfelsaft serviert (wahrscheinlich weil ich der einzige noch wache Passagier im Flugzeug war). Der Flughafen von Singapur ist ne Wucht. Modernster Glasbau zwar, aber schon beeindruckend - mit Palmen und Wasserfällen innerhalb des Gebäudes. Nach längerer Suche fanden wir auch die MRT (so heißt hier die Untergrundbahn) und standen vor unserem ersten Mini-Problem.
Der Automat nimmt nur Münzen, oder ganz kleine Scheine - im Gegensatz zum Geldautomaten, der natürlich nur große Scheine ausspuckt.
Aber auch dafür hat man in Asien eine Lösung. Auch wenn der Info-Schalter von MRT nicht besetzt war, stand eine unscheinbare Frau in der nähe, die anscheinend über fas unerschöpfliche mengen an Wechselgeld verfügte. So konnten wir letzendlich doch Fahrkarten lösen, und in der vollklimatisierten Bahn die ersten Eindrücke der Stadt genießen. Draußen erwarteten uns angenehme 33 Grad - dabei waren wir noch vor einer Woche bei -5 Grad skifahren.
Das Novotel-Hotel stellte sich als edler, aber ansonsten relativ unscheinbarer 23 stöckiger Bau heraus. Wir bezogen Quartier im 20 Stock mit Blick auf den Singapore River und den Bankendistrikt. Wir werden morgen sicherlich auch noch den Dachterrassen-Swimming Pool austesten. Einen weiteren ganz entscheidenden Vorteil hat unser Hotel, wir sind mitten im Geschehen. Es sind lediglich 50m bis zu Singapurs angesagter Location, dem Clarke Quay. Bestimmt an die 50 Lokale, Diskotheken, Stände; ein gigantischer Springbrunnen in der Mitte und, und, und.
Nach eine kurzen Erfrischung machen wir einen ersten Rundgang durch diese beeindruckende Metropole, die abends noch beeindruckender wirkt. Wir umrundeten den Boat Quay und fanden nach einiger Zeit sogar das Zentrum von Chinatown. Da gibt es lecker Essen für wenig Kohle, und auch wenn keiner von uns hungrig war, ließen wir die Gelegenheit nicht aus, uns 10 Sate-Spieße zu bestellen (so mit Erdnuss-Soße und allem). Es war Hähnchen, Schwein und irgendein unbekanntes Tier dabei - aber geschmeckt hat es trotzdem. Den Abend ließen wir in einer stylischen Location in der Nähe unseres Hotels mit Prosecco und einem SingaporeSling ausklingen.
Ich freu mich schon richtig auf morgen...